
18. Juni 2026
Musikvermittlung
Musikvermittlung
Wir haben einen Roboter für dich!
Mit diesem Satz beginnt die Zusammenarbeit mit der TU Graz und ihrem Super Science Team. Doch alles der Reihe nach, warum ist mir überhaupt das Thema Technik so wichtig?
Musik und Technik passen für mich ganz selbstverständlich zusammen – weil beide dasselbe können: Sie machen Unsichtbares spürbar. In der Musik werden Schwingungen zu Emotion, in der Technik werden Ideen zu etwas, das man anfassen, ausprobieren und verändern kann. Wenn beides zusammenkommt, entsteht ein Raum, in dem Neugier nicht „richtig oder falsch“ sein muss, sondern ein Motor wird: Was passiert, wenn ich etwas drehe, drücke, umstecke, höre, wiederhole? Genau diese Haltung – testen, scheitern, neu versuchen – ist sowohl künstlerisch als auch technisch.
Ohne erhobenen Zeigefinger
Das interaktive Musiktheater ist ein ein Format, das nicht belehrt, sondern mitnimmt. Technik ist hier nicht Kulisse, sondern Mitspieler: Sie reagiert, stößt Fragen an, bringt das Publikum ins Tun. Und Musik ist nicht „nur“ schön, sondern ein Werkzeug, um Komplexität zu öffnen: Sie kann Spannung erzeugen, Muster hörbar machen, Humor zulassen, Mut geben. Gerade für junge Menschen ist das eine starke Botschaft: Du musst nicht alles verstehen, bevor du anfängst. Du darfst anfangen, um es zu verstehen.
Wissenschaftsvermittlung über die Kunst
Mir ist es besonders wichtig, weil sie jungen Menschen – und vor allem Mädchen – eine Erfahrung ermöglichen will, die viel zu oft fehlt: sich in Technik selbstverständlich zu fühlen. Nicht als Ausnahme, nicht als „mutig für ein Mädchen“, sondern als normal. Ich will zeigen, dass Kreativität und logisches Denken keine Gegensätze sind. Dass man gleichzeitig sensibel und präzise, verspielt und analytisch sein kann. Und dass Technik nicht nur etwas ist, das andere bauen, sondern etwas, das man selbst gestalten darf – mit der eigenen Stimme, dem eigenen Geschmack, der eigenen Haltung.
Wenn Mädchen erleben, dass ihre Fragen willkommen sind, dass ihre Ideen zählen und dass sie im Zusammenspiel von Musik und Technik Wirkung erzeugen können, verschiebt sich etwas Grundsätzliches: Dann wird aus „Ich kann das vielleicht nicht“ ein „Ich probier’s aus“.
Wackelkontakt ist für mich genau dafür da – als Einladung, die Welt nicht nur zu konsumieren, sondern sie mitzugestalten.
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